--- Inline-Skating heißt: Spaß Sport - Sicherheit ---

Die Fahrfertigkeiten beim Skaten sind häufig schnell zu erlernen. Als Vorbereitung für sicheres Fahren ist nicht nur das Anlegen aller Protektoren, die von der Skaterin im Bild getragen werden, erforderlich, sondern auch vorangegangene Trainingseinheiten
über die Notbremsung und den kontrollierten Sturz.
Diese wichtigen Elemente einer kompletten Fahrkompetenz werden meistens vernachlässigt. Das Einüben dieser Verhaltensweisen muss so intensiv erfolgen, dass sie im Ernstfall automatisch ablaufen.

Wirkungsvolle Bremsmöglichkeiten

Ein Inline-Skater kann beim Geschwindigkeiten von 40 km/h und mehr erreichen. Der Anhalteweg ist deshalb sehr lang und kann nur durch geeignete Bremsmanöver verkürzt werden.
Rechts der sog. T-Stop, der sich aus der Fußstellung selbst erklärt.

Der kontrollierte Sturz beim Inline-Skating

Gefahrensituationen tauchen häufig gerade dann auf, wenn man am wenigsten darauf vorbereitet ist.
Da auch beim Skating Sturzsituationen zu rechnen ist, müssen diese vorher geübt werden, denn kontrolliertes Fallen verhindert bzw. mindert Verletzungen.
Die 1. Phase beim kontrollierten Sturz besteht darin, dass man in den sog. Kniestand geht, d.h. man läßt sich auf beide Knie bzw. Knieschützer fallen.

Bei der 2. Phase kippt der Oberkörper nach vorne und wird von den Ellenbogen aufgefangen. Die Finger sind dabei, soweit dies die Handgelenkschoner zulassen, nach oben gerichtet. Auch der Kopf wird hier schon hoch aufgerichtet.
Die nächste Phase beinhaltet das Absenken der Unterarme, so dass die Handgelenkschoner Boden-kontakt bekommen. In dieser Position wird deutlich wie wichtig es ist, die Finger und den Kopf nach oben zu richten. Ebenso wichtig ist in dieser Phase, dass der Körper eine so genannte Brückenform bildet. Meistens ist hier die Bremswirkung und die Aufprallwucht des Körpers soweit minimiert, dass keine oder nur geringfügige Verletzungsfolgen auftreten.
Sind aber die durch den Sturz wirksamen Kräfte zu groß, sollte man sich nicht scheuen, soweit dies der Untergrund zuläßt, mit gestrecktem aufliegenden Körper schwerere Sturzfolgen abzuwenden, auch wenn man in dieser Lage über den Boden rutscht. Auch beim Rückwärts- bzw. Seitwärtsfall ist es wichtig, dass das Abfangen immer in ähnlicher Weise mit dem Einsatz der Protektoren, insbesondere der Ellenbogenschoner, erfolgt. Die einzelnen Phasen verdeutlichen, dass man sich vorher durch Training mit den einzelnen im Ernstfall in Bruchteilen von Sekunden ablaufenden Prozesse vertraut machen muss.

(K.H. Wesserle)


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